Dialog Runkel

Kunst - Kultur - Kommunikation

Wer wir sind?

  • Dialog Runkel ist kein Verein, keine Bruderschaft und kein Unternehmen.​
  • Dialog Runkel ist ein loser Zusammenschluss von aktiven Menschen, die sich projektbezogen zusammen finden, um wichtige Dinge im Bereich von Kunst und Kultur für ihre Stadt zu konzipieren und zu realisieren.
  • Dialog Runkel macht keine „Jahreshauptversammlung“, ehrt keine „Jubilare“, wählt keine „Beisitzer“, ist manchmal vorlaut – aber effektiv, schnell, professionell und zuverlässig.
  • Dialog Runkel macht keine regelmäßigen Vereins-Sitzungen – sondern trifft sich, wenn es wichtig und sinnvoll ist.
  • Dialog Runkel hat keine Mitglieder – sondern interessierte Menschen, die sich für eine bestimmte Idee engagieren wollen.
  • Dialog Runkel will in der Gemeinschaft etwas bewegen, das Leben anspruchsvoller und schöner machen und mit Kunst und Kultur dazu beitragen, die Zukunftsfähigkeit der Stadt zu sichern.
  • Dialog Runkel ist entstanden aus dem „Kultursommer 2014“ und versucht jetzt das erfolgreiche Modell weiter zu führen.



Projekt – Beispiele


Kultursommer Runkel

Mit Kunst und Kultur auf professionellem Niveau den Sommer in einer Stadt zu verändern, Identität schaffen, das Gemeinschaftsgefühl stärken, überregionale Besucher anziehen, mediale Aufmerksamkeit wecken und Anregungen für eine künftige Kulturarbeit in der Stadt zu geben, war das Ziel der beiden „Kultursommer“ 2014 und 2018.

Ca. 40 Veranstaltungen der unterschiedlichsten Sparten (Theater, Konzerte, Kabarett, Literatur, Ausstellungen) fanden an besonders attraktiven Spielorten statt. Unterstützt wurden die Aktivitäten durch zahlreiche Vereine und ehrenamtliche Helfer. Die Kosten von € 54.000,- wurden durch den Verkauf von Eintrittskarten, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst und von Sponsoren gedeckt, sodass von der Stadt Runkel nur ein Beitrag von T€ 3.5 (7%) erforderlich war.


Ein Haus macht auf

Wie lassen sich die Bewohner einer Stadt in ein professionelles Festival nicht nur organisatorisch sondern auch kreativ einbinden? Mit der Reihe „Ein Haus macht auf“ haben wir allen Interessenten angeboten, sich mit eigenen Aktivitäten (Musik, kleine Ausstellung, Oma spielt Flöte, Lesung) in ihrem Wohnumfeld zu beteiligen. Alle Veranstaltungen wurden in dem Festival-Programm mit beworben und fanden großen Zuspruch.


Seminar für Kulturinitiativen, Vereine + Kommunen

Die kulturellen Aktivitäten im ländlichen Raum werden vorwiegend durch engagierte, ehrenamtliche Akteure realisiert. Die Eigeninitiative zu fördern, zu neuen Aktivitäten anzuregen und Grundlagen für eine professionelle Organisation und Finanzierung zu vermitteln, war das Ziel der Seminare, die vom „Kultursommer Mittelhessen e.V.“ finanziert und veranstaltet wurden.


Ausstellung in den Schaufenstern leerstehender Geschäfte

Viele kleine Geschäfte im ländlichen Raum sind geschlossen. Die leeren Schaufenster signalisieren Verlust, Verödung und Resignation. Mit der Unterstützung durch das befreundete Caricatura-Museum in Frankfurt haben wir die Schaufenster der Stadt mit Werken namhafter Karikaturisten ausgestattet. Die Innenstadt wurde zur Ausstellungsmeile und erstrahlte am Abend in hellem Licht.


Kanalmusik

Während dem Festival klang aus den Kanaldeckeln der Hauptstraße klassische Musik und begleitete die Gäste zu den Spielstätten. Installiert wurden die Lautsprecher von der Freiwilligen Feuerwehr Runkel. Die Idee wurde 2021 von dem Internationalen Festival für zeitgenössischen Tanz in München übernommen.


Ökocar

Wie kann man mit Kunst die Innenstadt attraktiver und interessanter machen? Auf einem Abrissgrundstück wurde von der örtlichen Gärtnerei Vogler ein altes Auto mit Erde gefüllt und mit Blumen und Gemüse bepflanzt. Das Objekt war beliebtes Fotomotiv für die Gäste der Stadt.


Stadt – Land - Flucht

Die Zukunfts- und Entwicklungsfähigkeit des ländlichen Raums wird nicht unwesentlich von Kunst und Kultur beeinflusst werden. Hierfür gilt es bei den politischen Entscheidungsträgern ein Bewusstsein zu schaffen und Beispiele für das Machbare zu geben. In öffentlichen Veranstaltungen haben wir darüber diskutiert.


Friseurinnen schneiden so lange die Haare, 

bis das Konzert vorbei ist

Die Corona-Welle war auf dem Höhepunkt. Künstlern war es verboten aufzutreten und ihre Existenz war häufig bedroht. Friseure durften aber wieder öffnen. Wir haben die Zehntscheune in einen Friseursalon verwandelt und mit Friseurinnen vom Salon Pia Henrich den Gästen so lange die Haare schneiden lassen, bis das Konzert von Tatjana Trommershäuser vorbei war. Das war außergewöhnlich aber legal. Trotzdem haben wir von einer tapferen Denunziantin eine anonyme Anzeige bekommen. Das Verfahren wurde aber nach einigen Wochen eingestellt.


Corona-Tagebuch

Den schwierigen Zeiten mit etwas mehr Humor, Zuversicht und Gelassenheit zu begegnen war das Ziel des „Corona-Tagebuchs“, das über mehrere Monate regelmäßig im „Runkeler Blättchen“ veröffentlicht wurde. Es war polemisch, satirisch und meistens lustig.


Literarischer Herbst

Mit Katja Bohnet hatte Runkel im Oktober 2021 zum ersten Mal eine „Stadtschreiberin“ und die hat eindrucksvoll gezeigt, welche Wirkung die Anwesenheit von KünstlerInnen im ländlichen Raum haben kann. Es gab Lesungen, Diskussionen, Buchbesprechungen, Kinderveranstaltungen, Schulbesuche und Workshops an verschiedenen Orten der Stadt, die von einem neugierigen Publikum gerne angenommen wurden.


Das stille Feuerwerk

Zum Jahreswechsel von 2021 auf 2022 war die Corona-Welle auf ihrem Höhepunkt. Verboten war in Deutschland alles was Spaß macht – darunter auch das übliche Feuerwerk. Wir haben in Runkel das Neue Jahr in aller Stille begrüßt. Pünktlich um 0 Uhr wurde die Burg von der Freiwilligen Feuerwehr in bengalisches Licht gehüllt. Viele tausend Menschen konnten das Ereignis – in gebotenem Abstand – ansehen und waren begeistert. Es war ein Augenblick der Ruhe, Hoffnung, Zuversicht, Solidarität, Respekt und Toleranz in schwierigen Zeiten. Von den Bürgern gespendet wurden fast € 7.000,00, die an besonders hart betroffene Flut-Opfer im Ahrtal weiter geleitet wurden.